Einen wahren Leckerbissen für Retro-Fans in der Vorweihnachtszeit bietet das Projekt von Binary Legends. Diese arbeiten an einem weiteren inoffiziellen Nachfolger der beliebten Indiana Jones Point-and-Click Adventure von Lucas Arts. Dieser trägt den Titel “Indiana Jones and the 7 Cities of Gold”. In diesem Abenteuer bekommt der berühmte Archäologe einen Auftrag von seinem Freund und Kollegen Marcus Brody mit dem Ziel die 7 Städte aus Gold zu finden. Diese Städte beherbergen neben unglaublichen Reichtümern auch zahlreiche Geheimnisse der Weltgeschichte. Selbstverständlich jagen Indy und sein Kollege Brody nicht einsam und alleine um den halben Globus nach der Lösung des Rätsels. Selbstverständlich sind auch wieder ihre Lieblingsfeinde aus Deutschland wieder mit von der Partie, diesmal aber in Kooperation mit dem ambitionierten Kaiserreich Japan.
Die Macher dieses Adventures haben nun am 19.12. eine spielbare Demoversion veröffentlicht, die ich gerne empfehlen möchte. Schließlich möchte man als Indy-Fan auch wieder neues zu Gesicht bekommen. Die Demo-Version ist exklusiv für den PC erschienen und macht einen hervorragenden Eindruck. Man merkt, dass sich die Macher sehr viel Mühe gegeben und auf viele Details geachtet haben.
Demo Version von “Indiana Jones and the 7 Cities of Gold”
19 Jahre ist es nun her, dass ich das erste Mal mit dem Medium „Videospiel“ in Kontakt gekommen bin und seit dem hat es mich auch nicht mehr losgelassen. Vom SEGA Master System über Amiga 500 hin zur Playstation 1 bis 3. Meine allerersten Frust- und Freuderlebnisse hatte ich dann auch auf dem Master System zusammen mit Alex Kidd. Und ich sollte ihn damals wie heute durch die bunte Welt von Miracle World begleiten.
Alex Kidd in Miracle World – Faktencheck
Erschienen ist das Spiel in Deutschland 1987 (in Japan bereits 1986) auf dem SEGA Master System, bei den späteren Generationen (ab ca. Ende 1990) des Master Systems war dieses Spiel bereits vorinstalliert. Es folgten viele Nachfolger, doch keines kommt an „Miracle World“ ran. Aktuell bekommt man das Spiel u.a. über das Nintendo Wii Virtual Console oder mit Hilfe eines Emulators.
Alex Kidd in Miracle World – Der Einstieg
Emulator-Versionen funktionieren bis dato einwandfrei, über die Wii-Version kann ich leider nichts berichten.
Alex Kidd in Miracle World – Grafik
Das Spiel gehört zu den klassischen 2D-Jump’n’Runs à la Mario, das überwiegend von links nach rechts gespielt wird (ein Level geht von rechts nach links und hin und wieder auch vertikal). Für damalige Verhältnisse muss man sagen, dass hier ein sehr angenehmer Grafikstil gefunden wurde. Bunt, aber nicht zu bunt. Animationen sind flüssig und teils witzig gestaltet.
Alex Kidd in Miracle World – Sound
Für mich ist und bleibt der Sound dieses Spiel absolut kultig. Mit der Zeit gewiss nervig, aber sobald ich die Musik höre, macht mein Herz einen kleinen Hüpfer und teils muss einfach mitgesummt werden. Es gab eine Zeit, da hatte die Musik des 1. Levels als Klingelton auf meinem alten Nokia.
Alex Kidd in Miracle World – Steuerung
Simple as it could be. Steuerkreuz plus zwei Knöpfe. Schlagen und Springen… c’est ca, das Leben kann so einfach sein…
Alex Kidd in Miracle World – Umfang
Geschichte hält sich natürlich in Grenzen. Alex Kidd, der es gelernt hat Steine mit einem Faustschlag zu zerstören, kehrt nach Hause zurück und muss feststellen, dass sein Land vom bösen „Janken“ und dessen Dienern unterjocht wird. Sogleich zieht er in den Kampf…
Leider nur über 11 Levels und insgesamt 7 Bosskämpfen, wobei diese alle als „Schere-Stein-Papier“-Spiel ablaufen. Früher war es wirklich ein hartes Stück Arbeit um bis zum Ende zu kommen (gerade ohne die Möglichkeit des Speicherns), heute hingegen kann man in gut 1-2 Stunden durch sein.
Alex Kidd in Miracle World – Wertung
Wertung: 9.0/10
I call it a Klassiker! Bietet immer wieder nette 2 Stunden Spielspass, ich verstehe auch nicht, warum Jump’n’Runs nicht mehr so gefragt sind, für mich bleibt es eins der besten Genres. Wer eine schöne Alternative zu Sonic und Marion sucht wird mit Alex Kidd sicher glücklich werden.
Wenn man an ein Spiel denkt, welches viel zu lange in der Entwicklung ist, würde einem wahrscheinlich als erstes Duke Nukem Forever in den Kopf kommen. Wie man es allerdings schafft die Entwicklung des des Dukes zu toppen, erfuhr ich gerade bei Protovision. Die Jungs haben ganze 20 Jahre an Ihrem Titel Newcomer gearbeitet, welches dann auch tatsächlich demnächst für den C64 erscheinen soll. Laut Hersteller Prototype handelt es sich bei diesem Retro-Game um einen Adventure-RPG-Mix. Der Umfang jedenfalls verspricht einige Leckerbissen. Es sollen bspw. über 180 Charaktere entahlten sein, mit denen der Spieler an über 50 Orten interagieren kann. Des Weiteren werden im Spiel über 100 Cutscenes integriert sein. Darüber hinaus wird es keinen linearen Spielverlauf geben, so dass dem Spieler einige Freiheiten eingeräumt werden. Zusätzlich wird auch ein Support für aktuelle Emulatoren angeboten.
Hier eine komplette Übersicht über den Umfang und den Funktionen:
* Über 180 Charaktere, mit denen du interagieren kannst, jeder hat sein/ihr eigenes Portrait-Bild
* Über 10 Leute, die sich dir anschließen können, zur Bildung eines Teams von bis zu 6 Mitgliedern
* …oder versuch es ganz allein, in dem besonders herausfordernden Solo-Spielmodus…
* Über 50 verschiedene Areas zum Erforschen, erzeugt mit über 30 verschiedenen Grafiksets
* Über 100 Zwischensequenz-/situationsbedingte In-Game-Grafiken, so dass es dir vorkommt, als wärst du wirklich dort
* Über 180.000 Worte Ingame-Text auf Englisch, größtenteils interaktive Gespräche
* Keine zufälligen Begegnungen
* Tausende von Rätseln und Problemstellungen, die es zu erleben und zu lösen gilt
* Komplexer, nicht-linearer Spielablauf mit verschiedenen Stufen von Enden
* Tauche Monate oder Wochen in die Welt von Newcomer ein, bis du das Spiel “durchspielst” …
* …aber es wird noch immer tausende Problemstellungen, Auflösungen und Begegnungen geben, die du noch nicht gesehen hast, und 2 weitere Spielmodi, die es zu schaffen gilt
* Animierte Intro- und Endsequenzen
* Die Spielsteuerung wurde geändert, für mehr Komfort für Emulator-Nutzer auf PC-/Mac-Tastaturen
* Vollständige VICE-Unterstützung, gründlich getestet, keine virtuellen Diskettenwechsel, funktioniert wie ein natives PC-/Mac-Spiel
* Viel schnellerer Diskettenzugriff in der 1541-Version, verglichen mit Classic oder Enhanced Newcomer
* Weniger Diskettenwechsel nötig – optimiertes Datenlayout, Area-Sortierung and Duplizierung für alle Mehr-Disketten-Versionen
* 1541-Version: 11 Diskettenseiten
* 1581-Version: 3 DD-Disketten
* CMD FD2000-Version: 2 HD-Disketten
* CMD FD4000-Version: eine einzige ED-Diskette – null Diskettenwechsel
* IDE64-Version: 2 MB installiert, quasi “Null Ladezeit”, spielen von HDD / CD / DVD / CF / remote Dateisysteme (Ethernet, USB, oder User Port PCLink, via ideserv – für dieses Feature wird IDE DOS v0.91 oder neuer benötigt) unterstützt, unterschiedliche IDE-Laufwerke zum Laden und Speichern werden unterstützt
* PAL- und NTSC-Commodore 64/64C/128/128D/128DCr-Systeme werden automatisch erkannt und unterstützt
* 6581 und 8580 SID-Chips werden automatisch erkannt und unterstützt
* C128 2MHz CPU-Modus wird automatisch erkannt und unterstützt – viel schnelleres Entpacken für alle Laufwerke
* SuperCPU 20MHz-Modus wird automatisch erkannt und unterstützt – sofortiges Entpacken für alle Laufwerke
Eigentlich behandelte dieses Blog bislang nur Retro Spiele aus älteren Tagen, aber dies möchte ich nun ändern. Spielehersteller, ganz egal ob kommerzielle oder Indies haben nicht erst seit gestern erkannt, dass auch neuere Spiele im Retro-Look durchaus ihre Fans finden können. Dazu gehört aus meiner Sicht zweifellos auch Game Dev Story. Diese nette kleine Wirtschaftssimulation für das iOS ist ein richtiger Süchtigmacher und deshalb definitiv einen Beitrag wert. Ein Spiel mit viel Humor Rund um das Thema Spieleentwicklung.
Game Dev Story: Faktencheck
Wie bereits erwähnt ist Game Dev Story für das iOS erschienen. Man kann es sich via iTunes für das iPhone, das iPad oder den iPod Touch runterladen. Voraussetzung ist die iOS-Version 3.1 oder höher. Hersteller ist die japanische Spieleschmiede Kairosoft. Der Preis liegt bei vergleichsweise geringen 2,99 €.
Game Dev Story: Der Einstieg
Nach dem man Game Dev Story aus dem iTunes-Store runtergeladen und installiert hat, kann es auch gleich losgehen. Besonders viele Einstellungen gibt es nicht, die man vor dem Start eines Spiels konfigurieren muss. Einzig das Auswählen des sichtbaren Steuerpads steht, je nach Geschmack an. Schon kann es losgehen und man kann seine eigene Softwareschmiede gründen.
Game Dev Story – Grafik, Sound und Steuerung
Kommen wir doch gleich zur ersten wirklichen Stärke des Spiels. Diese putzige Grafik im 8-bit Stil hat sofort bei mir gezündet. Der zur Verfügung stehende Raum zieht einen Wirtschaftsimulations-Fan der alten Schule sofort in seinen Bann und lässt einen auch nicht so schnell wieder los. Das Büro das die gerade gegründete Firma beherbergt ist nicht besonders groß, dennoch hat es Charme und bietet einige nette animierte Details. Der Soundtrack kann zwar nach einer gewissen Zeit etwas monoton wirken, mir hat jedoch sehr gefallen. Auch die netten Soundeffekte möchte ich an dem Spiel nicht missen. Die Steuerung ist sehr simpel gehalten, besonders Dank dem Fokus auf Intuition.
Game Dev Story: Umfang
Eine weitere, wenn nicht sogar die wichtigste Stärke des Spiels ist das Spielprinzip. Simpel zu erlernen, aber nicht unbedingt leicht zu meistern. Im Prinzip baut man am Anfang seine kleine Spieleschmiede auf und produziert erste kleinere PC Games mit Hilfe seiner ersten Angestellten, die auch frisch von der Uni kommen. Hierbei muss man genau schauen, wer von seinen Schützlingen welchen Part der Spieleentwicklung übernimmt. Auch sollten keine zu ausgefallenen Genrekombinationen entwickelt werden. Ein Golfshooter hat nämlich nur wenig Potential ein echter Blockbuster zu werden. Sollte man im übrigen keinen passenden Mitarbeiter zur Hand haben, kann man Freelancer, natürlich gegen Bares für bestimmte Projektteile nutzen. Zwischendurch muss natürlich auch immer wieder ein Blick aufs Budget geworfen werden, denn Extras, die ein Spiel optimieren oder Marketingmaßnahmen, um die Spielerschar zu erweitern kosten genauso, wie die Spieleproduktion an sich (Gehälter!). Hat man nun ein Spiel fertiggestellt und alle Bugs ausgemistet, kann nun auch Geld verdient werden. Selbsterklärend sollte das Spiel den kritischen Ansprüchen der Spielemagazinen entsprechen. Dieses investiert man in neue Konsolenlizenzen, Mitarbeiter oder noch bessere Extras. Mitarbeiter können nach einem Pnktesystem sukzessive aufgelevelt werden. Nebenher kann auch etwas Geld mit Spezialaufträgen, wie z.B. der Erstellung eines Minigames oder der Komposition einer Filmmusik zusätzliches Kapital in die Kasse gespühlt werden. Das große Ziel ist es dann schließlich am Ende des Jahres möglichst viele Awards für die eigenen Spiele zu gewinnen.
Kleiner Wermutstropfen: Es kann immer nur ein Spiel bzw. ein Spezialauftrag ausgeführt werden, was den Spielspaß ein klein wenig künstlich in die Länge zieht.
Game Dev Story: Fazit
Hier kann ich eine absolute Download-Empfehlung für all diejenigen aussprechen, die große Fans von Wirtschaftsimulationen sind, welche de facto kein Ende haben. Neben dem simplen, aber mitreißenden Spielprinzip bietet das Spiel auch einen subtilen, aber stimmigen Insiderhumor, der speziell Retrospielern der ersten Stunden sehr gefallen wird.
Vielen Dank für den Hinweis bzgl. des iPads. Man muss bedenken, dass die Auflösung des Spiels für das iPhone ausgelegt ist, weshalb es auf dem iPad nicht perfekt aussieht, jedoch natürlich funktioniert.
Seit Samstag bin ich nun stolzer Besitzer eines SNES. Da mir als Kind diese aus meiner Sicht beste Retro Konsole verwährt blieb, habe ich beschlossen meinem Kollegen Wolf seine alte abzukaufen. Neben der Konsole erwarb ich sechs nette Games, die mich sicherlich in der dunklen Jahreszeit mehr als gut beschäftigen werden. Folgende Retro Klassiker zählen nun zu meinem Besitz:
Secret of Mana
Terranigma
Zelda: A Link to the Past
Super Castlevania
Donkey Kong Country
Mega Man X
Ich hoffe nun, das eine oder andere interessante SNES-Retroview in den nächsten Wochen liefern zu können. Stoff und Potential sind ja jetzt reichlich vorhanden!
Batterieproblematik bei SNES Catridges
Gerade bei Secret of Mana und bei Terranigma werde ich erstmal austesten müssen, ob die vorhandenen Batterien in den Cartridges noch länger halten oder ob ein Wechsel nötig sein wird. Bekanntlich sind die Batterien vonnöten, um den Spielstand dauerhaft zu speichern. Da die bisherigen alten Spielstände noch vorhanden sind, bin ich optimistisch, dass ich um einen Wechsel rumkomme.
Anschluß am Fernseher
Kleinere Schwierigkeiten gab es nur beim Anschluss der Konsole an meinen Röhrenfernseher. Da das SNES in meinem Fall über ein Antennenkabel angeschlossen ist, hat es etwas gedauert, bis die richtigen Sendereinstellungen gefunden habe. Ein komplett neuer Senderdurchlauf hat dann aber den nötigen Erfolg gebracht.
Für Fans des Nintendo NES gibt es ein Firefox-Addon der absoluten Extraklasse. FireNES bietet mehr als 2.500 Spieleklassiker der beliebten Nintendo-Konsole frei und kostenlos an. Es wird kein Gamepad benötigt, man kann die Spiele ganz einfach per Tastatur steuern. Also wer keine Lust auf Emulatoren hat, dem kann man dieses Addon ans Herz legen.
Wer nach einer “kleinen” aber feinen Übersicht zu Spielekonsolen sucht, dem sei die Seite consollection.de ans Herz gelegt. Patrick Molnar hat hier eine ziemlich beeindruckende Anzahl von Konsolen zusammen bekommen, die er mit einigen nützlichen Infos versehen hat und dem interessierten Nutzer zur Verfügung stellt.
Diesmal gibt es was auf die Ohren. Wer es noch nicht kennt: Die GameOne-Redaktion bietet in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen nette Podcasts an, die für Retro-Fans durchaus interessant sind. Ich habe mir in letzter Zeit mal das eine oder andere Teil reingezogen und kann ganz speziell die Podcasts aus der Retro-Reihe wärmstens empfehlen. Die Crew der GameOne-Redaktion plaudert in einer geselligen Runde (…und manchmal auch nackt ) zu Themen, wie die goldene Zeit des Mega Drive oder der Castelvania-Serie. Aufgrund des umfangreichen Wissens dieser klugen und erfahrenen Nerds kann manch Zuhörer noch einige Bildungslücken in Sachen Classic Videogames schließen. Andere wiederrum werden mit Sicherheit in nostalgischen Träumereien eintauchen und an die guten alten Zeiten zurückdenken als beispielsweise die Handbücher der Spiele als Kopierschutz herhalten mussten. Aber seid gewarnt: Die Folgen können bis zu 4 Stunden dauern. Folgende Episoden sind daher hörenswert.
Für Retro-Musik-Fans bietet das WDR Rundfunkorchester Köln einen echten Leckerbissen an. Am 23. September findet in der Kölner Philharmomie unter Leitung des Dirigenten Niklas Willen das Konzert Symphonic Legends statt. Dabei werden die bekannten Game-Melodien von Spielen, wie Super Mario, Zelda, Metroid, Donkey Kong, F-Zero und weitere gespielt. Da das Konzert bereits ausverkauft ist, bietet der WDR einen Live-Stream an. Für Interessenten aus Nordrhein-Westphalen bietet des Weiterender Radiosender WDR 4 eine Liveübertragung an.